Erster Erfolg
An diesem Wochenende nahm ich wieder an einem Lauf der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft teil. Nach der Judenburg-Rallye, mein zweiter Einsatz in dieser Disziplin.
Nach dem Besichtigen der Sonderprüfungen am Donnerstag habe ich ein sehr gemischtes Gefühl gehabt. Schotter, Steine, Felsen …. so weit das Auge reicht. 2 Sonderprüfungen, die für den kleinen Suzuki Swift unpassierbar schienen.
Am Freitag um 13:00 Uhr dann der Start. Erste Sonderprüfung “Kalte Kuchl”, Beginn am Asphalt, dann Schotter. Es ging ganz gut, ich habe versucht den Speed am Asphalt langsam zu steigern. Dann der Abzweig in den Schotter und gleich der erste Fehler, der die Rallye nach 5 km fast beendet hätte. Das Auto hat nach einer schnellen links Kurve einen Pendler bekommen, nur Zentimeter haben gefehlt und wir hätten mit dem rechten Hinterrad einen Baum getroffen. Dann eine schnelle Passage mit vielen Kurven, die voll gefahren werden. 130 bis 150 km/h sind nicht schnell, außer man fährt mit Slick-Reifen über Rollsplitt bzw. Schotter. Die Räder haben schon blockiert wenn ich nur ans Bremsen gedacht habe.
Die zweite Sonderprüfung war eine reine Asphaltprüfung. Wir sind an 4 oder 5 stehenden Autos vorbeigefahren, die in den unzähligen Kehren gegen den Felsen gefahren wurden und ausgefallen sind.
In Summe haben wir 6 Sonderprüfungen am Freitag Nachmittag überstehen müssen. Nachdem auch ich zweimal Kontakt mit der Felsenwand bzw. einer Böschung hatte, habe ich das Selbstvertrauen ein wenig verloren und das Tempo reduziert. Es ist nicht ganz rund gelaufen und das hat mich leicht deprimiert.
Perfekt verlaufen ist der erste Tag für Beppo Harrach. Zusammen mit seinem Co-Piloten Andreas Schindlbacher haben sie jede der sechs Sonderprüfungen gewonnen – besser hätte es nicht laufen können.
Am Samstag um 10:00 ist der zweite Tag der Rallye los gegangen. Ich fühlte mich gut war sehr motiviert. Es war uns klar, dass die schwierigsten Prüfungen noch vor uns und die Überlebenschancen für den Suzuki relativ gering waren.
Bei der zweiten Sonderprüfung am Samstag (Rundkurs in Schwarzau) eine zerrissene Felge – wir konnten die Sonderprüfung aber fertigfahren und haben dann auf der Verbindungsetappe gewechselt.
Dann die härteste Prüfung der ganzen Rallye-Saison: Haraseben. 8,5 km Schotter, Steine, Felsen, Schluchten. Ein Weg durch den Wald, für den man eigentlich einen großen Traktor braucht. Unsere Aufgabe war es, diese Prüfung mit einem Suzuki Swift mit Vorderradantrieb zu bestehen. Wir sind geflogen von einem Felsen zum anderen. An manchen Stellen waren die Spuren so tief, dass wir auf unserer Unterbodenplatte auf den Felsen gerutscht sind. Wir sind an manchen Stellen so durchgeschüttelt worden, dass meine Co-Pilotin Marion zeitweise nichts gesagt hat – und das ist eine Leistung! Obwohl es mir relativ langsam vorgekommen ist, hatten wir auf dieser Prüfung die zweit beste Zeit in unserer Klasse.
In diesem Video kann mal die Steine und Felsbrocken nur erahnen und vor allem hören, über die wir drüber gefahren sind:
Zwischendurch erreichte uns die Nachricht, dass Beppo eine Strafminute erhalten hat, weil er seinen Reifenwechsel hätte 300 m später durchführen sollen. Es waren fliegende Reifenwechsel zwischen zwei Sonderprüfungen erlaubt und vorgesehen. Diese haben einfach entlang der Bundestrasse oder auf umliegenden Parkplätzen stattgefunden. Das Team von Beppo hat sich leider 300 m zu früh positioniert. Ein lächerliches Vergehen, das absolut keinen Einfluss auf den Verlauf der Rallye gehabt hat. Leider hat einer der Konkurrenten erkannt, dass Beppo nicht zu schlagen ist und diesen Formfehler bei der Rennleitung gemeldet. Zum Sieg hat es ihm am Ende nicht verholfen, mit 0,2 Sek. hat er den zweiten Platz belegt und den Preis “Arschloch-Of-The-Race” gewonnen. Beppo ist schlussendlich dritter geworden und hat wichtige Punkte für die Staatsmeisterschaft gesammelt.
Zurück zu meinem Einsatz:
Nach der 12. Sonderprüfung kamen wir zum 90 Minuten Service. Die letzten 10 km sind wir mit einem zerrissenen Vorderreifen gefahren und mit verstellter Lenkung. Dazu hat es noch stark zu regnen begonnen. Die Mechaniker haben begonnen das Auto zu zerlegen. Die Bilanz: Verbogene Lenkstangen, abgerissene Teile der Stoßstange … und ein Loch in der Ölwanne. Das wäre somit der Schluss für dieses Mal. Umziehen und nach Hause.
So schnell wird aber nicht aufgegeben, vor allem nicht wenn man am 3. Platz in seiner Klasse liegt. Meine Mechaniker haben so viel wie möglich gerichtet, so dass das Auto wieder fahren konnte.
Auf der letzten Sonderprüfung hat das Auto extrem gelitten, wir konnten es aber in Ziel bringen. Bei der Zieldurchfahrt erfuhren wir dann, dass wir den zweiten Platz in der Kategorie N2 belegt haben. Somit wurde mir der erste Pokal meiner Motorsport-Hobby-Kariere überreicht.
Die Erfolgsbilanz:
Plaz 24 gesamt, Platz 2 in der Gruppe N2.
http://www.schneebergland-rallye.at/results/2010/ss_leg2.htm
Die Schadensbilanz:
4 Zerlegte Felgen und Reifen, abgerissene hintere Stoßstange, vordere Stoßstange in Teilen, Tacho defekt, Tankuhr defekt, Lenkstangen verbogen, linkes Hinterrad leicht schief, Unterbodenschutz abgerissen, Ölwanne aufgeschlitzt und ein Kratzer am Helm. Das Ego aber auf Hochglanz!
Trotzdem würde ich es nochmal machen …. ohne eine Sekunde nachzudenken.
Damian
Hi Damian
Liest sich so, als hätte es unheimlich viel Spass gemacht.
Gratuliere auch zum Erfolg.
HAVE FUN
Tom
Hi,
schön das ihr Erfolg habt. Ich hoff sehr, dass DiTech weiter erfolgreich bleibt und das Service nicht abnimmt (kommt mir derzeit ein wenig so vor).
Ich finde es übringens garnicht DiTech-like mit kaputter Ölwanne durch die Natur zu fahren. Das würde doch mehr zu einem BlödMarkt Team passen
Stauner
@Tom
Schleimer
@stauner: Öl ging keines verloren! Reserve war bei einem möglichen Verlust mit an Bord ujnd wurde nicht benötigt…
Übrigens: ein Leck in der Ölwanne kann man sich immer/ überall holen- auch mit dem Privatfahrzeug.
@Günther
Böser Bub
Da muss ich i-design recht geben, klingt nach jeder Menge Spaß, hehe
Cool, dass ihr die ganzen Videos gemacht habt, das ist zumindest ein wenig “mit-dabei-Gefühl”
Ist sicher ein tolles Erlebnis und in einem privaten Blog auch gut aufgehoben, aber was haben diese Selbstdarstellungen in einem Firmenblog, dessen Interessen im Computerbereich angesiedelt sein sollten, zu suchen?
Nichts für ungut, aber so etwas möchte ich HIER NICHT lesen!
Fazit: Blog als uninteressant abgehakt.
Trotzdem freundliche Grüße an alle.
Franz
Zitat aus dem ersten Beitrag:
also wenn ich etwas nicht lesen möchte, dann lass ich es einfach bleiben und kämpf mich nicht durch, nur um anschließend rumnörgeln zu können ^^
ich finds super, dass das racing-team erste erfolge aufweisen kann und das ist soch auch wirklich interessant für die firma… wenns außerdem noch derart spaß macht, möcht ich eigentlich noch mehr davon lesen, bzw videos sehen
also wenn ich etwas nicht lesen möchte, dann lass ich es einfach bleiben und kämpf mich nicht durch, nur um anschließend rumnörgeln zu können ^^
ich finds super, dass das racing-team erste erfolge aufweisen kann und das ist soch auch wirklich interessant für die firma… wenns außerdem noch derart spaß macht, möcht ich eigentlich noch mehr davon lesen, bzw videos sehen
Als treuer Kunde der ersten Stunde -mit einem nicht unerheblichen Jahresumsatz- habe ich mit Freude gesehen, dass DiTech jetzt auch einen eigenen Blog hat.
Ich hatte mir erwartet hier über kommende Technologie, Neuigkeiten, zu erwartetnde Highlights im Angebot, Hilfe bei Problemen etc. etc. zu lesen wie es eigentlich in jedem spezifischen Blog Usus ist.
Angetroffen habe ich aber, mit Verlaub gesagt, eine Selbstdarstellung des Inhabers Hr. Izdebski. Über sein Hobby, mit wem er gegessen hat usw.
Das mag für ihn ja sehr schön sein und wird seine Freunde auch sicher beeindrucken, aber hat, nochmals betont, in so einem Blog nichts zu suchen.
Herr Izdebski wird sich sicher einen gesonderten Webspace leisten können um dort einen Itdebski Blog einzurichten.
Du hast völlig recht, ich möchte es nicht lesen und werde es in Zukunft auch lassen und ich glaube dass es auch vielen anderen so geht, denn bei so vielen Kunden die Ditech hat, sind die bisherigen Einträge MEHR als dürftig und wird wohl leider weiterhin ein Privatblog” von Herrn Izdebski bleiben in dem sich einige Schleimer anbiedern dürfen.