Ö3 – Frühstück bei mir

Letzten Sonntag hat ein ungewöhnliches Frühstück bei uns zu Hause stattgefunden. Wir hatten Claudia Stöckl bei uns zu Gast und haben uns über Business und  Privates unterhalten.

Die Tatsache, dass etwa 1,2 Millionen Zuhörer in unserem  Wohnzimmer unser Gespräch mitverfolgt haben, haben wir sehr schnell vergessen. Das war auch wahrscheinlich der Grund warum wir das Eine oder das Andere ohne “Zensur“ erzählt haben.

Unsere Lebensgeschichte haben wir viele Male bereits erzählt und ich glaube viele kennen sie schon besser als wir selbst. Und trotzdem finden wir jedes Mal etwas Neues, etwas was uns damals (vor 18 Jahren) bewegt und motiviert hat.

Viele Fragen, die wir gestellt bekommen haben, sind sich zeitlich in der Sendung leider nicht mehr ausgegangen. Eine dieser Fragen war z.B. was wir beide unter Luxus verstehen…

Ich war überrascht, dass ich auf diese Frage keine Antwort fand, denn Luxus habe ich bislang mit anderen Menschen in Verbindung gebracht und nie mit mir selbst. Nach längerer Überlegung habe ich allerdings festgestellt, dass ich eigentlich in großem Luxus lebe: ich habe eine liebende Familie um mich herum, ich habe einen Job, der mich jeden Tag vor neue Herausforderungen stellt und gleichzeitig viel Spaß macht, ich habe wahre Freunde, die meinen andauernden Zeitmangel gut verstehen und trotzdem Freunde bleiben und ich lebe in einem tollen Land, in dem Frieden herrscht.

Wenn ich nämlich an Menschen denke, die Flutkatastrophen erleben, die in Kriegsregionen ums Überleben kämpfen oder die unter Armut leiden und nicht wissen, was sie am nächsten Tag erwartet, dann sage ich: ich erlebe den Luxus jeden Tag.

Eine andere Frage, die mich auch nach der Sendung bewegt hat lautete: „Was ist mir wichtig?“

Was kann einer Mutter, einer Geschäftsfrau, einer Ehefrau und einer Freundin wichtig sein… Es gibt so viele Dinge, die in meinem Leben eine große Rolle spielen, die mich bewegen, verändern und glücklich machen. Wichtig sind mir aber vor allem die Menschen, die mich umgeben. Es mag jetzt vielleicht politisch oder zynisch klingen, doch es ist mir wichtig, dass diese Menschen glücklich sind. Ich war schon immer eine Anlaufstelle für alle, die keine Antwort auf ihre Fragen gefunden haben und für alle die über ihre Probleme sprechen wollten. Es ist mir wichtig, dass Menschen glücklich sind, und dass ein gutes Klima untereinander herrscht.

Claudia hat selbstverständlich auch keine Fragen zum Thema: „Frauen in der Technik“ ausgelassen und Damian gefragt, ob ich eine Affinität zu Technik habe. Gespannt habe ich auf eine Antwort gewartet bis endlich kam: „Selbstverständlich! Meine Frau kennt sich aus, sonst könnte sie keine neuen Mitarbeiter anstellen“.  Also doch, dachte ich mir, er glaubt an mich! Ein gutes Gefühl überflutete meinen Körper. Die Freude dauerte jedoch nicht lange. Auf die Frage nach dem Einparken wurde meine Vermutung bezüglich seiner Antwort wahr: „Frauen können nicht einparken!“. Was für ein unbegründeter Glaubenssatz! Dabei habe ich fast immer tadellos eingeparkt. ;-)

Von den lustigen Geschichten gingen wir in die typischen Klischeefragen über, nämlich nach der Familie, Kindern und Beruf. Ich erlebe Damian eigentlich selten so gerührt und emotionell wie es bei dieser Frage der Fall war. Er gab zu, dass er gerne mehr Zeit mit seinem Sohn und seiner Tochter verbringen würde und dass es ihm leid tut das es nicht so ist. Heute hat er jedenfalls einen wunderschönen Familienkalender zusammengestellt wo unsere Kinder strahlend abgebildet sind.

Sehr gespannt habe ich nach der Sendung auf die Kommentare der Freunde, Bekannten und vor allem Ö3 Zuhörer gewartet. Die ersten sind schon während der Sendung gekommen. Viele Menschen haben uns ihre Bewunderung ausgedrückt und uns Glück für die nächsten Jahre gewünscht. Am meisten habe ich mich über diejenigen gefreut, die geschrieben haben, dass sie ein ähnliches Leben führen dürfen und ihre Arbeit mit genauso viel Engagement und Freude machen wie wir.

Sollte ich Euch neugierig gemacht haben, worüber wir uns noch am Sonntagvormittag mit Claudia Stöckl unterhalten haben, hier die ganze Sendung zum Nachhören:

Ö3 Frühstück bei mir mit Claudia Stöckl, Damian und Aleksandra Izdebski

Viel Spaß

Aleksandra Izdebska

6 Kommentare
  1. Maria Zimmer sagt:

    Respekt und Hochahtung ! Und Werbung wirkt – eindeutig auf Grund der Sendung vom Sonntag hat sich mein Bidl von diTech geändert und ich werde mir einen dimotion PC kaufen.
    Alles Gute weiterhin.

  2. Schweinsgalopp sagt:

    wirklich ein interessantes gespräch! frau stöckl hat einfach irgendwas an sich, das die interviewten dazu animiert, ein wenig aus dem nähkästchen zu plaudern. für das morgige sommergespräch muss glaub ich kein glück gewünscht werden, sondern eher viel spaß – der hc wird sich warm anziehen müssen :)

    @ damian: ich hab in den 90ern auch viele computer repariert, bzw aus drei kaputten einen funktionierenden zusammengebastelt usw. beim “privat-support” erlebt man hin und wieder grandiose geschichten:
    ich hab zb. mal einen anruf bekommen, dass das diskettenlaufwerk kaputt sei. bei der kundin angekommen hab ich dann festgestellt, dass sie drei disketten ins laufwerk gestopft hat, weil sie dachte, die disketten werden verbraucht!!! :D du hast aus dieser zeit sicher auch ein paar lustige geschichten zu erzählen … vielleicht mal ein blog-artikel dazu?

  3. Kelhus sagt:

    Hahaha…die werden verbraucht und verspeist… ;-)
    Ja, bin gespannt wie das mit Strache wird, ihm wird endtweder der Erfolg von Ditech und Dimotion egal sein; oder er wird darauf beharren, dass alle Ausländer so sein sollten, dann wäre er weniger bös…ich habe aber eher fast das Gefühl, dass er charmant sein wird…oder doch bitterböse, weil er nicht der Schönste im TV sein wird…??? :)

  4. thomas sagt:

    ich habe es heute am ipod angehört. als langjähriger di-tech kunde hat es mich sehr gefreut, derartig viel positives zu hören. ich wünsche alles gute für das morgige sommergespräch. Ich hoffe, Sie können den einen oder anderen österreicher davon überzeugen, dass die fpö schlicht auf dem falschen weg ist. mit der rot-weiss-rot card sollten es wir schaffen, endlich eine vernünftige einwanderungsstrategie einzuführen, wie sie länder wie kanada oder australien schon seit jahrzenten haben.

  5. Berni sagt:

    Wirklich eine sehr gelungene Sendung, die eine ganz andere Seite von “Ehepaar DiTech” ans Licht gebracht hat. Hatte jedenfalls sehr viel Spaß beim Zuhören und bin beeindruckt, wie ihr beiden es schafft, Familie und Beruf so toll unter einen Hut zu bringen und trotz allem noch so viel Spaß und Freude an beidem zu haben!

    Ich wünsche euch noch ganz ganz viel Erfolg und hoffe, dass alles so super weiterläuft für euch, wie es das bis jetzt getan hat! :)

  6. Marisol Perry sagt:

    ich habe es heute am ipod angehört. als langjähriger di-tech kunde hat es mich sehr gefreut, derartig viel positives zu hören. ich wünsche alles gute für das morgige sommergespräch. Ich hoffe, Sie können den einen oder anderen österreicher davon überzeugen, dass die fpö schlicht auf dem falschen weg ist. mit der rot-weiss-rot card sollten es wir schaffen, endlich eine vernünftige einwanderungsstrategie einzuführen, wie sie länder wie kanada oder australien schon seit jahrzenten haben.

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